Die Wissenschaft hinter „Raus aus der Komfortzone“ und warum du diese verlassen solltest

Wissenschaft zur Komfortzone

Es wird viel über die Komfortzone geschrieben und gesprochen – doch was ist damit eigentlich gemeint?

 

Komfort-zoneDie Komfortzone ist jener Bereich, in dem wir uns sicher und wohl fühlen. Wir tendieren dazu, Bekanntes und Bewährtes dem Neuen und Unbekannten vorzuziehen, weil es einfach so gemütlich ist und wir uns dabei nicht so sehr anstrengen müssen. Selbst wenn wir mit einer Situation unzufrieden sind, dauert es meist lange, bis wir uns überwinden, diese Situation zu verändern. Denn wer weiß, ob wir dann mit der Änderung wirklich zufrieden sind, sodass sich der Aufwand auch wirklich lohnt? Solange wir in unserer Komfortzone bleiben, sind wir in Sicherheit, können entspannen und haben weniger Stress.

Das Modell der Komfortzone leitet sich aus einem Experiment der Psychologen Robert M. Yerkes und John D. Dodson ab. Sie fanden 1908 heraus, dass Bequemlichkeit ein stabiles Verhalten hervorruft. Um unsere Leistungsfähigkeit zu verbessern, brauchen wir jedoch eine gewisse Anspannung. Viele kennen das Gefühl unter Stress bessere Leistungen vollbringen zu können, als in einem entspannten Zustand.  Wenn wir uns an die Grenze unserer Komfortzone begeben oder vielleicht sogar ein kleines Stückchen darüber hinaus gehen, erleben wir diese produktive Anspannung (= positiver Stress, Eustress). Dieses Stressgefühl darf dabei aber ein gewisses Maß nicht überschreiten, denn ein Zuviel an Angst und Stress macht uns handlungsunfähig und führt zu negativen Erfahrungen (= negativer Stress, Distress). Senninger (2000) hat daraus das Lernzonen-Modell abgeleitet:

Lernzone: In der Lernzone lernen wir, indem wir gefordert, aber nicht überfordert werden. Hier findet Veränderung statt. Je häufiger wir uns in die Lernzone wagen, desto einfacher empfinden wir die Herausforderungen. Sie werden zu Gewohnheiten. Die Grenzen verschieben sich nach außen und wir werden selbstbewusster und mutiger. 🙂

Panikzone: In der Panikzone empfinden wir negativen Stess. Wir sind überfordert, frustriert, haben Angst und ziehen uns wieder in die Komfortzone zurück.

Es ist ein natürliches Bedürfnis, dass wir uns alle gerne in unserer Komfort- bzw. Wohlfühlzone aufhalten. Diese zu verlassen bedeutet, dass wir ein Risiko eingehen müssen, nervös und angespannt sind, und dass wir dabei sowohl etwas Gutes als auch etwas weniger Gutes erwarten können. Diese Wohlfühlzone hat auch viele gute Seiten. Es ist der Ort, an dem wir Kraft tanken und uns erholen können, um dann gestärkt die nächste Herausforderung nehmen zu können.

Die Komfortzone erweitern

Für unsere persönliche Entwicklung ist es wichtig, an die Grenzen unserer Komfortzone zu gehen und diese Grenzen zu verschieben. Doch warum eigentlich? Welchen Vorteil hat es, wenn du deine Komfortzone verlässt?

  • Du wirst mutiger und zuversichtlicher in neuen, herausfordernden Situationen: Durch das Eingehen von Risiken in einer kontrollierten Art und Weise, sodass du dir bewusst Herausforderungen suchst,  in dem du Dinge tust, die du normalerweise nicht tun würdest oder gerne vor dir herschiebst, sammelst du wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Unsicherheiten. Du kannst selbst entscheiden, wann und in welcher Situation du bewusst deine Komfortzone verlässt und du übst dich in einem geschützten Rahmen darin. So bist du auch in neuen, ungeplanten Situationen besser darauf vorbereitet und kannst auf dich und deine Fähigkeiten vertrauen.
  • Wenn du erst einmal beginnst deine Komfortzone zu verlassen, wird es zunehmend einfacher für dich. Du gewöhnst dich an das Gefühl der Anspannung, an den positiven Stress. Es wird zunehmend normal für dich und du kannst dir mit der Zeit sogar zunehmend schwierigere Aufgaben vorstellen. So dehnst du deine Komfortzone aus.

Und wie machst du das am besten?

Dein Ziel liegt in der Wachstumszone, der Bereich, in dem du noch gut mit deiner Angst, deinem Stress, deiner Anspannung umgehen kannst und handlungsfähig bleibst. Dieser Bereich  ist bei jedem Menschen unterschiedlich breit.

Tipps dazu findest du hier in einem meiner Blogartikel oder du meldest dich einfach zur kostenlosen 5-Tage-Challenge an.

 

Alles Liebe,

Gerda Neumann

 

PS: Demnächst startet wieder die kostenlose 5-Tage-Challenge „Raus aus der Komfortzone!“ für mehr Mut & Selbstvertrauen. Klick dazu einfach auf das Bild, melde dich an und lass dich von mir begleiten: