Depressive Verstimmung erkennen: Symptome, Ursachen & Selbsthilfe

depressive Verstimmung Frau

„Irgendwie geht alles schief!“ „Wieso passiert das immer mir?“ „Ich bekomme ja gar nichts mehr auf die Reihe!“ Wir alle haben gute und schlechte Phasen in unserem Leben. Das gehört ja auch einfach dazu. Doch wo hört eigentlich eine schlechte Phase auf und ab wann spricht man von einer depressiven Verstimmung? Hier findest du alles Wissenswerte zur depressiven Verstimmung, die Anzeichen, Ursachen und natürlich auch hilfreiche Tipps, wie du frühzeitig und effektiv gegensteuern kannst.

Was versteht man unter einer depressiven Verstimmung?

Viele Menschen erleben Phasen, in denen sie sich niedergeschlagen, unruhig, müde, traurig und antriebslos fühlen. Meist geht dieses Stimmungstief von ganz alleine nach spätestens 14 Tagen wieder vorbei. Hält diese getrübte Stimmung, die negativen Gedanken und Gefühle deutlich länger an oder sind stärker ausgeprägt, spricht man von einer depressiven Verstimmung. Dauert dieses Stimmungstief länger an, kann es sich im schlimmsten Fall in weiterer Folge zu einer Depression entwickeln. Aus diesem Grund ist es ganz wesentlich frühzeitig gegenzusteuern.

Was sind die Anzeichen einer depressiven Verstimmung?

Zu den typischen Symptomen einer depressiven Verstimmung zählen:

  • Antriebslosigkeit und Erschöpfung
  • anhaltende Niedergeschlagenheit
  • wenig Freude an Dingen, die einem sonst Spaß gemacht haben
  • Energielosigkeit und schnelle Ermüdung

Zusätzliche Begleiterscheinungen, die aber oft nicht sofort mit einer depressiven Verstimmung in Zusammenhang gebracht werden:

  • innere Unruhe und Nervosität
  • geringere Belastbarkeit und Konzentrationsprobleme
  • Schlafstörungen
  • anhaltendes Grübeln und Angstgefühle
  • Schuldgefühle und vermindertes Selbstbewusstsein
  • weniger Interesse an Sex
  • Kopfschmerzen
  • Appetitlosigkeit

Frühzeitig gegensteuern!

Um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen bzw. um bei Bedarf sofort entsprechend reagieren zu können, ist es wichtig, einerseits auf die eigenen Bedürfnisse zu achten und andererseits die typischen Anzeichen einer depressiven Verstimmung zu kennen. So kannst du rechtzeitig gegensteuern, dich selbst aus dem Stimmungstief herausholen und wieder voll in deine Kraft und Lebensfreude kommen.

Ursachen einer depressiven Verstimmung

Eine depressive Verstimmung entsteht meist durch belastende Lebensumstände. Das kann einerseits eine kurzfristige, zeitlich überschaubare Stresssituation in der Arbeit oder in der Familie sein, die dir körperlich und emotional viel abverlangt und du wenig Gelegenheit hast, deine Batterien zwischendurch wieder aufzuladen. Dadurch gerät dein seelisch-körperliches Gleichgewicht ins Wanken.

Depressive Verstimmungen entstehen andererseits aber auch sehr schleichend. Ein typisches Beispiel dafür wäre, wenn du immer wieder deine eigenen Bedürfnisse zurücksteckst, dich selbst nicht wichtig nimmst und zunehmend nur noch für andere funktionierst statt glücklich, aktiv und selbstbestimmt dein Leben zu leben. Das kannst du zwar für eine Weile ganz gut kompensieren, doch früher oder später kippt dein System.

Vielfältige Ursachen

Insgesamt können die Ursachen einer depressiven Verstimmung sehr vielfältig sein. Beispiele dafür können sein:

  • Stress und hohe Anforderungen im Beruf: Erfolgsdruck und hohe Ansprüche hinterlassen mit der Zeit ihre Spuren. Zusätzlich können sich auch fehlende Anerkennung und Wertschätzung der geleisteten Arbeit oder das Erleben von Misserfolgen auf das Selbstbild bzw. auf die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten negativ auswirken und ein Stimmungstief auslösen.
  • Mehrfachbelastungen: Job und Familie erfolgreich unter einen Hut zu bringen und vielen Ansprüchen gleichzeitig gerecht werden zu wollen, stellt vor allem Mütter vor große Herausforderungen. Die eigenen Interessen und Bedürfnisse kommen dabei oft zu kurz. Irgendwann wird alles zu viel und die Betroffenen rutschen in ein seelisches Tief.
  • Schicksalsschläge: Der Tod eines nahestehenden Menschen oder die Trennung vom Partner stellt sehr nachvollziehbar eine emotional belastende Situation dar. Hier ist ganz entscheidend, wie die betroffene Person damit umgeht bzw. über welche Bewältigungsstrategien und Ressourcen sie verfügt. Denn während einige Menschen sehr gut mit Schicksalsschlägen umgehen können und sich bald wieder auf positive Bereiche und Zukunftspläne fokussieren können, schlittern andere in eine anhaltende depressive Verstimmung.
  • Krankheiten und Medikamente: Chronische bzw. schwere Erkrankungen und anhaltende Schmerzen wirkt sich selbstverständlich auch auf den Gemütszustand des Betroffenen aus. Bei bestimmten Medikamenten kann eine depressive Verstimmung als Nebenwirkung auftreten.
  • Jahreszeitenwechsel: Unser Biorhythmus reagiert teilweise sehr sensibel auf den Wechsel der Jahreszeiten. Insbesondere im Herbst und im Winter kommt es häufiger bzw. leichter zu einem Stimmungstief, das durch den Mangel an Sonnenlicht ausgelöst wird. Sonnenlicht regt in unserem Körper die Produktion von Serotonin, einem Glückshormon, an.

Selbsthilfe: Was tun bei depressiver Verstimmung?

Nachdem depressive Verstimmung durch ein körperlich-seelisches Ungleichgewicht entsteht, liegt das Hauptaugenmerk der Behandlung im Wiederherstellen dieses Gleichgewichts und im Aufladen der „Batterien“. Hilfreich dafür wäre:

  • Finde heraus, was dein körperlich-seelischen Ungleichgewicht ausgelöst hat. Hol dir dazu bei Bedarf Unterstützung! Beschäftige dich mit Lösungen statt mit Problemen.
  • Verbinde dich (wieder) mit deinen Wünschen und Träumen
  • Mach dir eine Erfolgsliste! Was ist dir in deinem bisherigen Leben schon alles gut gelungen? Hier findest du eine konkrete Anleitung dazu: zum Blogartikel „Erfolgsjournal“
  • Bewege dich regelmäßig an der frischen Luft
  • Triff dich mit Freunden
  • Führe ein Dankbarkeits-Tagebuch
  • Ernähre dich ausgewogen und gesund
  • Übe dich im positiven Denken! Hole dir hier eine kostenlose Übungsanleitung: zum E-Mail-Kurs

Damit es aber gar nicht erst zu einer depressiven Verstimmung oder in weiterer Folge sogar zu einer ernsthaften Depression kommen kann, ist es überaus wichtig, regelmäßig und konsequent dich selbst und deine eigenen Bedürfnisse wichtig zu nehmen. Eigne dir eine positive Lebenseinstellung (positive Gedanken, positive Überzeugungen) an und mach dir ein effektives Gedanken- und Gefühlsmanagement zur Gewohnheit. Denn dann wirst du negative Gedanken und Gefühle gut und schnell wahrnehmen und sogleich wieder in etwas Positives umwandeln können. Sei deines Glückes Schmied!

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Alles Liebe,

Gerda Neumann