Wie das Atmen unsere Gefühle beeinflusst

Unsere Atmung steht in engem Zusammenhang mit unseren Gefühlen. Wenn wir entspannt in der Sonne liegen und uns wohl fühlen, atmen wir ruhig und langsam. Wenn wir aufgeregt sind, weil wir vor einer persönlichen Herausforderung stehen, atmen wir deutlich schneller. Doch was passiert dabei in unserem Körper?

 

Normale Atmung

 

Bei normaler Atmung nehmen wir beim Einatmen Sauerstoff (O2) aus der Atemluft in uns auf. Unser Körper gibt anschließend den verbrauchten Sauerstoff in Form von Kohlendioxid (CO2) beim Ausatmen wieder ab. Wenn wir entspannt atmen, entspricht die Menge an Sauerstoff beim Einatmen in etwa der Menge an Kohlendioxid beim Ausatmen. Es herrscht also ein Gleichgewicht. Unser Körper kann effizient arbeiten:

Atmung bei körperlicher Anstrengung (z.B. Sport)

 

Wenn wir uns bewegen oder Sport machen, atmen wir tiefer ein und aus. Unser Körper kann dadurch mehr Sauerstoff aufnehmen und unsere Muskeln damit versorgen. Dadurch produziert er aber auch mehr Kohlendioxid, das wieder abgeatmet wird. Er herrscht also auch hier ein Gleichgewicht zwischen der Menge an Sauerstoff, die eingeatmet wird und der Menge an Kohlendioxid, das ausgeatmet wird:

 

Atmung bei Stress (Angst, Nervosität, etc.)

 

Wenn wir uns aufregen, atmen wir schneller und flacher. Unser Körper kann dabei nur eine geringe Menge des eingeatmeten Sauerstoffs für sich verwenden, weil wir die Zeitspanne bis zum Ausatmen sehr kurz ist. Dadurch sinkt die Co2-Konzentration in unserem Körper. Wir fühlen uns unwohl und bekommen kalte Hände, Kopfschmerzen oder ein flaues Gefühl in der Magengegend. Und sobald wir dieses Gefühl wahrnehmen geht auch schon unsere Gedankenspirale los, denn wir bewerten dieses Gefühl und fühlen uns noch aufgeregter:

 

Sobald wir wieder normal atmen, kann unser Körper wieder mehr Sauerstoff aufnehmen und verarbeiten. Die CO2-Konzentration im Körper erhöht sich, die Symptome verschwinden und wir fühlen uns wieder wohler.

 

Ihr Atmung können Sie in Stress-Situationen bewusst beeinflussen und somit nicht nur Ihre Atemfrequenz verlangsamen, sondern auch Ihre Aufregung verkleinern. Im nächsten Blogartikel zeige ich Ihnen gerne hilfreiche Atemtechniken dazu.

 

Herzliche Grüße,

 

Gerda Neumann

 

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