Selbstzweifel? Das kannst du dagegen tun!

„Ich kann das nicht.“

„Ich schaffe das nicht.“

„Ich bin sowas von dumm.“

„Ich bin ein Versager.“

Kommt dir das bekannt vor? Solche Gedanken kennen wahrscheinlich die meisten von uns. Wir haben alle – manche mehr und manche weniger – Selbstzweifel. Kritisch wird es aber, wenn diese Selbstzweifel überwiegen und uns im Alltag daran hindern, Dinge zu tun, die uns wichtig sind, die uns Spaß machen oder die uns beruflich weiterbringen. 

Selbstzweifel sind Ausdruck von Unsicherheiten gegenüber sich selbst. In unserem Selbstbild sind wir für gewisse Dinge nicht gut genug. Doch was passiert, wenn man nicht von sich selbst überzeugt ist? Dann man schon einmal grundsätzlich davon aus, beispielsweise zurückgewiesen zu werden. Man erwartet das und man beeinflusst durch diese Erwartungshaltung seine Beziehungen, indem man anderen vielleicht nicht vertraut, sich an jemanden klammert, schnell enttäuscht oder wütend ist oder sich erst gar nicht auf andere einlässt. Diese Selbstzweifel beeinflussen nicht nur das soziales Leben, sondern unsichere Menschen verzichten dann auch darauf ihre Träume, Ziele und Wünsche zu verfolgen. Sie glauben nicht daran, es schaffen zu können oder es verdient zu haben.

Diese Selbstzweifel lösen Angst aus. Angst davor, Risiken einzugehen oder abgelehnt zu werden. Man beginnt sich nur mehr sehr vorsichtig in der sozialen Welt zu bewegen, nur nicht auffallen, anecken oder anderer Meinung sein.

Selbstzweifel haben in der Regel ihre Quelle bereits in der Kindheit oder Jugend. Je nachdem, welche Botschaften man da bekommen hat. Viele davon hat man einfach verinnerlicht, das ist einem oft gar nicht so bewusst. Angenommen, man hört als Kind oder als Jugendlicher öfters: „Du hast zwei linke Hände, komm lass das!“ oder als Mädchen: „Mädchen brauchen das nicht können“. Das prägt man sich ein und je nachdem kann man dann entweder dagegen rebellieren und sagen: „So, jetzt erst recht!“ oder man beginnt diese Aussagen für sich zu übernehmen und glaubt auch daran.

Was kannst du gegen Selbstzweifel tun?

Versuche zu erkennen, dass du nicht als Person per se unsicher sind – so als Grundzustand, sondern dass du dich in bestimmten Situationen unsicher machen lässt und zwar vor allem durch automatisierte Gedanken und Einstellungen.  Wenn es zu einer schwierigen Situation kommt, werden diese Automatismen in Gang gesetzt. Du glauben diesen Gedanken und das zeigt sich in deiner Körpersprache und es löst Körperreaktionen aus, wie z.B. Schwitzen oder Stottern. Und schon befindest du sich inmitten eines Teufelskreises.

Achte auf deine Worte

Versuche einen Tag lang nichts Negatives zu sagen. Vielleicht holst du dir dazu auch Unterstützung aus deinem Familien- oder Freundeskreis, sodass du auch von anderen darauf hingewiesen wirst, wenn du schon wieder gesagt hast: „Ich kann das halt nicht so gut.“ oder „Ach, das war doch nichts Besonderes.“, „Ich hatte nur Glück, das war nicht mein Verdienst.“ „Ich trau mir das nicht zu.“ ….
Wenn wir uns dauernd vorsagen „Ich kann das nicht, ich kann das nicht!“, richten wir unsere volle Aufmerksamkeit darauf und das Befürchtete passiert dann auch. Ein viel besserer Weg wäre, anstatt gleich mal zu sagen: „Ich kann das nicht“ sich zu überlegen: „Was kann ich tun, damit ich es hinbekomme? Was brauche ich noch? Wie kann ich es schaffen?“ Streiche also bitte Sätze wie „Ich kann das nicht“ am besten komplett aus Ihrem Wortschatz.

Rücke dich selbst in rechte Bild

Es gibt vieles auf das du stolz sein kannst. Schreibe dir mindestes zehn Dinge auf, die du gut kannst oder die dir gut gelungen sind. Hänge dir diese Liste sichtbar auf und ergänze sie, sobald dir noch etwas einfällt. Und wenn wiedermal Selbstzweifel hochkommen, nimm dir diese Liste zur Hand und mach dir bewusst, wie viel du schon geschafft hast. Also warum solltest du diesmal an dir zweifeln?

Alles Liebe,

Gerda Neumann

 

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2 Comments

  • Melanie Marti

    Reply Reply 23. Dezember 2017

    Sehr schön geschriebener Artikel liebe Gerda 😊 Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und Vertrauen in deine Arbeit 😊

    • Gerda Neumann

      Reply Reply 23. Dezember 2017

      Vielen Dank, liebe Melanie 🙂

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