So werden Sie Ihren inneren Kritiker los

Bestimmt kennen Sie diese innere Stimme, die uns ungefragt kritisiert. Vor allem dann, wenn wir müde sind, uns nicht wohl fühlen oder vor neuen Herausforderungen stehen. Irgendwann glauben wir ihr sogar und sagen zu uns selbst: „Ich kann das nicht!“, „Ich bin zu blöd dafür!“, „Ich vermassle das sicher!“.

Diese Meinung über uns selbst haben wir irgendwann einmal – zu einem früheren Zeitpunkt – von unserem Umfeld übernommen und gelernt. Vielleicht wurde es uns bereits im Kindergartenalter oder in der Schule beigebracht. Vielleicht haben wir es auch aus der Werbung oder durch das Beobachten von jemandem, der in einer ähnlichen Situation war, übernommen.

Meist sind wir uns gar nicht darüber bewusst, wie oft wir etwas Negatives über uns sagen und denken. Das ist bereits automatisiert und läuft unbewusst ab. Indem wir aber unsere Aufmerksamkeit gezielt darauf richten, können wir diese Selbstkritik wieder bewusster wahrnehmen. Und sobald wir beginnen, diese negativen Gedanken wahrzunehmen, fällt es auch zunehmend leichter, weitere selbstkritische Äußerungen zu entdecken. Und das ist gut und wichtig, denn dann können wir sie auch wieder loswerden!

 

Um Ihren inneren Kritiker loszuwerden, habe ich diese 5 Schritte für Sie zusammengefasst:

 

1. Sammeln Sie eine Woche lang alle negativen Gedanken über sich selbst und notieren Sie diese. Dies ist der erste und wichtigste Schritt. Wie gesagt, am Anfang fällt Ihnen das vielleicht noch schwer, aber bald wird es immer einfacher diese Denkmuster zu entdecken. Bitten Sie einen guten Freund oder eine gute Freundin, Sie darauf hinzuweisen, wenn Sie wieder mal etwas Negatives über sich sagen.

2. Nun schauen Sie sich Ihre negativen Denkmuster näher an und hinterfragen Sie diese. Ist das wirklich wahr? Finden Sie möglichst viele Gegenargumente und Beweise dafür, dass es nicht stimmen kann. Wenn Sie diese Frage selbst nicht beantworten können, fragen Sie einen guten Freund oder eine gute Freundin, ob Sie diesem Gedanken, dieser Meinung über sich selbst glauben sollen.

3. Im nächsten Schritt entwickeln Sie zu jedem gesammelten negativen Gedanken ein positives Statement. Machen Sie sich eine Tabelle und tragen Sie in die linke Spalte Ihre selbstkritischen Aussagen ein. In die rechte Spalte schreiben Sie den dazu passenden positiven Gedanken dazu. Das sieht dann beispielsweise so aus:

Negatives Denkmuster Positives Denkmuster
Ich mache immer alles falsch. Ich mache vieles richtig gut.
Ich bin ein Versager. Ich habe schon viel erreicht.
Ich kann das nicht. Ich kann es noch nicht, aber ich kann es lernen.

4. Nun können Sie beginnen am Austausch zu arbeiten. Ersetzen Sie den negativen Gedanken – sobald Sie ihn wieder wahrnehmen – sofort mit Ihrem neuen positiven Statement. Erinnern Sie sich dabei an all jene Situationen, die Ihren positiven Gedanken „beweisen“. So werden positive Erfahrungen und Emotionen mit Ihrem neuen Denkmuster verknüpft und es wird dadurch verstärkt.

5. Im letzten Schritt wiederholen Sie Ihre positiven Gedanken immer und immer wieder, wenn Sie sich wohl und entspannt fühlen. Beispielsweise wenn Sie kurz vor dem Einschlafen sind oder in der Früh kurz nach dem Aufwachen oder während einer Meditation.

 

Beginnen Sie erstmals mit nur einem negativen Denkmuster, das Sie verändern wollen und konzentrieren Sie sich voll und ganz darauf. Das Austauschen und Umwandeln in positive Gedanken gelingt nicht von heute auf morgen. Es erfordert Geduld und Ausdauer. Bleiben Sie in den nächsten 4 bis 6 Wochen konsequent dabei und geben Sie nicht auf. Sie werden bald merken, dass es Ihnen immer leichter fällt, automatisierte Gedanken bewusst wahrzunehmen und zu hinterfragen.

Ungeduldige und Menschen, mit einem besonders hartnäckigen inneren Kritiker unterstütze ich auch gerne persönlich. Nähere Informationen dazu finden Sie hier.

Herzliche Grüße,

Gerda Neumann

 

PS: Haben Ihnen meine Tipps gefallen? Dann tragen Sie sich doch in meinen Verteiler ein und ich sende Ihnen gerne weitere Tipps, Motivation und aktuelle Infos:

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PPS: Bald startet wieder meine kostenlose Challenge „Raus aus der Komfortzone“ 🙂 Auch hier geht es darum, die Selbstzweifel, den inneren Kritiker und die Unsicherheit gegenüber anderen Menschen kleiner zu machen und mehr Mut und Selbstvertrauen zu gewinnen. Wenn Sie mit dabei sein möchten, hier geht´s zur Anmeldung:

 

 

 

 

 

 

2 Comments

  • Melanie Pignitter

    Reply Reply 21. April 2017

    Liebe Gerda!
    Das ist ein ganz wertvoller Beitrag, den du uns hier schenkst. Ich bin selbst Mentalttrainerin und daher an all den Themen rund um unser eigenes Denken sehr interessiert. Dein Artikel enthält sehr viele hilfreiche Tipps. Obwohl ich meine sehr bewusst und reflektiert zu sein, überkommt auch mich immer wieder die Stimme des inneren Kritikers.
    Deine fünft Schritte werde ich mir nun wieder vermehrt ins Gedächnis rufen.
    Herzlichen Dank
    Melanie – http://www.honigperlen.at

    • Gerda Neumann

      Reply Reply 21. April 2017

      Liebe Melanie!
      Es freut mich, dass ich damit weiterhelfen kann. 🙂 Oft braucht man ja nur wieder einen kleinen Anstoß, eine Erinnerungshilfe. Alles Liebe,
      Gerda

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